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Staatssekretärin Andrea Milz im Kreise hoffnungsvoller TSV-Talente. Foto: Pulsfort
Staatssekretärin Andrea Milz im Kreise hoffnungsvoller TSV-Talente. Foto: Pulsfort

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Breiten-, Leistungs- und Parasport sind eine Einheit

Staatssekretärin Andrea Milz zeigt sich beeindruckt vom Sportinternat Leverkusen und dem paralympischen Trainingsstützpunkt.


Hoher Besuch im Sportinternat Leverkusen und beim Paralympischen Trainingsstützpunkt: Mit der Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes NRW, Andrea Milz, war eine Repräsentantin der Politik auf Stippvisite beim TSV Bayer 04.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den TSV-Vorsitzenden Klaus Beck stellte Internatsleiterin Steffi Nerius das Konzept der Dualen Karriereförderung beim TSV Bayer 04 vor, das den hoffnungsvollen Talenten unterschiedlichste Hilfestellungen bietet, um schulische und sportliche Karriere unter einen Hut zu bringen. Jutta Wellmann ergänzte aus Sicht des Landrat-Lucas-Gymnasiums die Herausforderungen der Schüler sowie die Unterstützungsangebote. Aufmerksam verfolgte Andrea Milz die Schilderungen, zum Beispiel wie Nationalspieler Kai Havertz an einem Sonntagvormittag noch in der BayArena nach einem Training mit einer Lehrerin den Unterrichtsstoff nachholte, den er zuvor aufgrund einer Auswärtsreise verpasst hatte. 

Auch bei der anschließenden Gesprächsrunde mit einigen Perspektivathleten, die von TSV-Geschäftsführerin Anne Wingchen moderiert wurde, hörte die Politikerin gespannt zu und brachte sich mit ein. Beeindruckt war sie unter anderem von Para-Sprinter Moritz Raykowski und dessen klaren Vorstellungen von seiner Zukunft: Sportlich: “Tokio 2020, fertig”. Und beruflich: “Bachelor, Master, Promotion”. Der Student der Sozialwissenschaften weiß, wo er hinmöchte. Diese Geradlinigkeit beeindruckte den hochrangigen Gast - ebenso wie die überaus positive Grundstimmung im Internat: “Hier merkt man: Wenn Menschen sich wohl fühlen, dann sind sie auch leistungsbereit”.

Außergewöhnlich auch das Statement von Fußballer Jan Boller, der jüngst einen Vertrag bei den Bayer 04-Profis erhielt: “Wir haben das zu Hause immer so gesehen, dass ich Fußball neben der Schule mache und nicht umgekehrt”, erklärt der 18-Jährige, der im vergangenen Jahr sein Abitur bestanden und inzwischen ein Fernstudium aufgenommen hat. Neben dem Profi-Fußballer schilderten auch die Rode-Schwestern Jennifer und Leni ihre positiven Erfahrungen, außerdem berichteten Para-Weitspringer Noah Bodelier, Hürdensprinter Maxi Deutsch und Fechter Marco Brinkmann, wie sehr ihnen das Sportinternat bei dem schwierigen Spagat zwischen Sport und Schule hilft oder geholfen hat. 

Damit das auch zukünftig optimal funktioniert, stehen im Internat einige Sanierungsmaßnahmen an, bei der sich die TSV-Verantwortlichen auch Unterstützung vom Land NRW erhoffen. Staatssekretärin Andrea Milz ermunterte Steffi Nerius, die entsprechenden Fördertöpfe anzuzapfen. Versprechen konnte sie dabei natürlich nichts, aber “wir haben noch niemanden hängen lassen”, so die Mut machenden Worte von Andrea Milz. 

Und damit ging es auch schon weiter zur Leichtathletik-Anlage auf der Kalkstraße, wo sich die Rheinländerin das paralympische Trainingszentrum anschaute. Parasport-Geschäftsführer Jörg Frischmann führte den Gast zunächst ins Gebäude des Prothesenherstellers APT, in dem Paralympicssieger Heinrich Popow die Bedeutung einer guten Prothese für den Sport erläuterte. Über die vereinseigene Physiotherapie führte der Weg schließlich in die Halle, um sich ein Nachwuchstraining anzuschauen. “Dass hier alles so eng zusammenhängt, das ist schon wirklich gut”, schwärmte Milz, die im Herbst auf jeden Fall auch zur Para-WM nach Dubai fliegen möchte, “zur Not auf eigene Kosten”. Überhaupt nimmt man der Staatssekretärin, die immer noch gerne Zumba anleitet, ihre Begeisterung für den Sport ab. Und neben allem, was sie an Botschaften mitgenommen hat – eine eigene hat sie auch:  “Setzt Euch für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2032 in NRW ein. Ihr seid die Gesichter, die überzeugen ”, ermunterte Milz die Athletinnen und Athleten. 

Nach zweieinhalb intensiven und interessanten Stunden zieht Geschäftsführerin Anne Wingchen ein positives Fazit dieses wichtigen Besuchs: “Ich hatte den Eindruck, dass Frau Milz einen guten Eindruck davon bekommen hat, was beim TSV Bayer 04 für den Sport getan wird. Gleichzeitig bin ich optimistisch, dass sie bei allem Positiven, von dem wir berichten konnten, auch erkannt hat, dass wir bei dem einen oder anderen Thema weiterhin auf die Hilfe aus Düsseldorf angewiesen sind.” 

Staatssekretärin Andrea Milz verabschiedete sich so: „Hier sind Breitensport, Leistungssport und Parasport eine Einheit. Einer profitiert vom anderen, alle gemeinsam sind stark und das spürt man.“

Uwe Pulsfort

 

Sportinternat Leverkusen:

Das Sportinternat Leverkusen steht für herausragende Leistungen in der Vergangenheit, Gegenwart sowie Zukunft und bietet jungen Leistungssportlern die Möglichkeit, Ausbildung und Sport optimal aufeinander abzustimmen und dafür zu sorgen, dass trotz der enorm hohen Belastung Zeit für Erholung und individuelle Persönlichkeitsentwicklung bleibt. Grundsätzliches Ziel dabei ist es, Athleten aus der Jugend beim Sprung in die Weltklasse unterstützend zu begleiten.

Dabei gibt es zum einen Teilnehmer, die mit Unterstützung des Sportinternats parallel zur sportlichen Entwicklung ihren Schulabschluss erfolgreich absolviert haben. Träger des Sportinternats ist dabei der TSV Bayer 04 Leverkusen, Partnerschule das Landrat-Lucas-Gymnasium. Zusätzlich gehören zum Verbundsystem weitere Schulen und Schulformen. Die Hauptanzahl der Internatssportler stammt aus den Sportarten Basketball, Behindertensport, Fechten, Fußball, Handball, Judo, Leichtathletik und Volleyball.

Darüber hinaus gehört zum Portfolio des Sportinternats aber auch der kaufmännische Ausbildungszweig im Rahmen der Bayer Sportlerklasse. Seit 1992 gibt es das speziell auf die Anliegen von Spitzensportlern ausgelegte Ausbildungsprogramm der Bayer AG, dass auf die Bedürfnisse der Olympioniken von morgen abgestimmt ist: "Die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen für herausragende sportliche Talente im Sinne einer dualen Karriereförderung ist eine wichtige Säule der sozialen Verantwortung des Unternehmens", betont Jürgen Beckmann, Sportkoordinator der Bayer AG. Viele ehemalige Leistungssportler haben heute herausragende Funktionen im Unternehmen inne, wo sie die erlernten Softskills aus ihrem Sportlerleben erfolgreich anwenden können.

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